„Wer steckt hinter den Trainings?" – Ein Gespräch mit Sandra Karner
ElbValley:
Sandra, was hat dich in die Führungs- und Teamentwicklung gebracht?
Sandra:
Ich habe im Konzern erlebt, wie viel Energie verloren geht, wenn Menschen zwar fachlich stark sind, aber nicht klar miteinander sprechen. Gute Zusammenarbeit passiert nicht automatisch, nur weil Menschen im selben Organigramm stehen. Sie braucht Klarheit, Vertrauen, Konfliktfähigkeit und gute Routinen.
Irgendwann war für mich klar: Genau dort will ich arbeiten. Nicht an der Oberfläche, sondern an den Mustern, die Teams wirklich prägen.
ElbValley:
Was unterscheidet deine Trainings von klassischen Seminaren?
Sandra:
Meine Trainings sind keine Frontalbeschallung. Sie sind professionell geführte Arbeitsräume. Wir schauen auf konkrete Situationen, typische Spannungen und echte Führungsfragen. Die Teilnehmenden arbeiten mit, reflektieren, üben, testen und übersetzen das Gelernte direkt in ihren Alltag.
Und ja: Es darf gelacht werden. Gerade bei anspruchsvollen Themen hilft Leichtigkeit – nicht als Ausweichen, sondern als Türöffner für ehrliche Gespräche.
ElbValley:
Für wen sind deine Trainings besonders geeignet?
Sandra:
Für Führungskräfte, HR-Verantwortliche und Teams, die Zusammenarbeit nicht dem Zufall überlassen wollen. Für Menschen, die merken: Unsere Themen sind nicht nur strukturell, sondern kommunikativ, kulturell und menschlich.
Besonders wirksam wird es mit Teilnehmenden, die bereit sind, nicht nur über „die anderen“ zu sprechen, sondern auch die eigene Rolle im System anzuschauen.
ElbValley:
Für wen eher nicht?
Sandra:
Für Menschen, die nur ein Zertifikat, eine schnelle Motivationsdusche oder drei Patentrezepte suchen. Meine Arbeit ist praxisnah, aber nicht beliebig. Wer echte Wirkung will, muss bereit sein, hinzuschauen.
ElbValley:
Was verbindet deine Themen Führung, Feedback, Konflikte, Resilienz und New Work?
Sandra:
Am Ende geht es immer um Arbeitsfähigkeit. Können Menschen sagen, was sie brauchen? Gibt es Klarheit über Rollen, Verantwortung und Erwartungen? Werden Konflikte genutzt oder vermieden? Können Teams auch unter Druck handlungsfähig bleiben?
New Work ist für mich kein Sitzsack-Thema. Es ist die Frage, wie Arbeit so gestaltet wird, dass Menschen Verantwortung übernehmen können – und wollen.
ElbValley:
Wo findet man dich, wenn du nicht trainierst?
Sandra:
Sehr wahrscheinlich auf dem Tennisplatz. Tennis ist für mich die perfekte Metapher für Führung: Du brauchst Strategie, Timing, mentale Stärke und die Fähigkeit, nach einem schlechten Punkt sofort wieder präsent zu sein.
Oder in Berlin, bei einem guten Gespräch, einem 12min.me Event oder mit einer neuen Idee, wie man komplexe Themen einfacher und wirksamer machen kann.